EvangelischeEv. Kirche in Ennepetal, Gevelsberg, Haßlinghausen, und Schwelm

Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott

Liebe Leserinnen und Leser,

kaum ein Thema geistert im Moment so sehr durch die Köpfe von Millionen Menschen, wie die anstehende Präsidentschaftswahl in den USA.

 

Pfarrer Gerald Becker unterstützt als Synodalvikar Superintendent Andreas Schulte in der Ev. Kirchengemeinde Voerde in Ennepetal.

Immer wieder gibt es Neuigkeiten über die Gesundheitszustände und die Fehler der beiden Kandidaten, die sie in der Öffentlichkeit schlecht dastehen lassen. Vom Attentat auf Trump und dem Rückzug Bidens ganz zu schweigen.

Eine Schlagzeile aus dem Spiegel hat mich besonders nachdenklich gemacht: „Ihr Gott im Weißen Haus“. Evangelikale Christen gehören zu Trumps treuesten Wählern. 

Das Menschen oder Dinge vergöttert werden, ist ja nichts Neues. „Mein Haus, mein Boot, mein Auto…“

Schon Martin Luther hatte verlauten lassen: „Woran du nun, sage ich, dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist eigentlich dein Gott“.

Sportstars, insbesondere Fußballer, Pop-Musiker*innen, Schauspieler*innen und auch Politiker*innen baden sich manchmal in ihrem Ruhm und in der Verehrung seitens ihrer „Fans“. Als sei das nicht schon bedenklich genug, wird nun laut „Spiegel“ ein Mensch mit göttlichem Ansehen bedacht.

Im ersten der 10 Gebote der Bibel lesen wir die Selbstaussage Gottes: Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

Dieses Gebot hinterfragt uns Menschen immer wieder, woran wir unser Herz hängen und ob Gott überhaupt noch eine Rolle in unserem Leben spielt.

Seine Zusage in Jesus Christus, dass er alle Tage bei uns ist bis an das Ende der Welt (Matth. 28,20), gilt gegen alle Widerstände und Zweifel.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen einen nachdenklichen Sonntag.

Pfarrer Gerald Becker