EvangelischeEv. Kirche in Ennepetal, Gevelsberg, Haßlinghausen, und Schwelm

Wenn das Herz hart geworden ist

Enttäuschungen, Verletzungen und schwere Erfahrungen hinterlassen Spuren. Manchmal wird das Herz hart, um sich zu schützen — und sehnt sich doch danach, wieder weich zu werden für Liebe, Barmherzigkeit und neues Leben.

Liebe Leserin, lieber Leser, 

manchmal bekommen wir es gar nicht bewusst mit, dass unser Herz ein wenig hart geworden ist. Nicht aus Bosheit - sondern weil uns hier und da das Leben selbst hart zugesetzt hat: Worte, die uns verletzt haben. Enttäuschungen, die wir nicht überwunden haben. Alles ist anders als erhofft eingetreten. 

Und dann schützt sich das Herz. Es verschließt sich. 

Von Hildegard von Bingen stammt der Satz: "Herzenshärte ist das Schändlichste von allem, weil sie keine Barmherzigkeit kennt, nichts von Liebe wissen will und weil sie nichts Gutes wirken kann."

Das sind harte Worte; und doch steckt darin eine tiefe Wahrheit. 

Ein hartes Herz schützt sich vor Schmerz, empfindet dadurch aber weniger Freude. Es öffnet sich nicht und erlebt deshalb keine Nähe, die nährt und gut tut. Es urteilt schnell und versteht wenig vom anderen. 

Aber: Kein Herz muss für immer hart bleiben. Gott will uns ein lebendiges Herz schenken. Ein Herz, das sich wieder öffnet. Weil Gott barmherzig ist, können auch wir es sein mit uns und anderen. Er kennt unser Herz. Er weiß, wo es hart geworden ist. Er kennt unsere Enttäuschungen ganz genau. Wir können ihn bitten, dass er uns ein Herz schenkt, das trotz allem wieder fühlen und lieben kann. 

 "Gott, schenke uns ein neues Herz, das wieder weich wird für dich, für die Menschen und für das Leben. Amen." 

Eine Woche voller Herzlichkeit und guter Begegnungen wünscht Ihnen, Sabine Placke, ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Kirchengemeinde Schwelm