EvangelischeEv. Kirche in Ennepetal, Gevelsberg, Haßlinghausen, und Schwelm

Das Licht kommt zu uns

Liebe Leserin, lieber Leser,

morgen ist es endlich wieder so weit: die Welt hält einen kleinen Moment inne, wir zünden die erste Kerze am Adventskranz an.

Sabine Placke ist ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Ev. Kirchengemeinde Schwelm und im ökumenischen Hospiz Emmaus.

Eine einzelne Kerze brennt, fast unscheinbar und doch so voller Bedeutung. Trägt sie nicht die Botschaft in sich, dass Hoffnung immer ganz klein anfängt? Wenn sich morgens der erste Lichtstrahl zeigt, wenn mir jemand - einfach so - ein freundliches Wort oder ein Lächeln schenkt, völlig unerwartet. Dann habe ich kurz eine Gänsehaut, weil es mich so berührt... Advent ist für mich die Einladung, dass Neues möglich ist. Unsere Tage werden immer dunkler, die Menschen ziehen sich frühzeitig in ihre Häuser zurück - alles steht auf Rückzug und Begegnungen passieren meistens nur noch mit Verabredungen. Bei manchen wächst das Gefühl der Einsamkeit, die anderen fühlen sich verunsichert und isoliert. Die Dunkelheit lässt manche Sorge vielleicht größer erscheinen... Und mitten hinein spricht der Advent ganz leise und sehr bedeutungsvoll: "Das Licht kommt." Wir sind nicht allein unterwegs. Der große Gott bereitet sich darauf vor, sich ganz klein zu machen, um in unsere Welt zu passen. Sein größter Wunsch ist es, dass er uns nahe sein will. Er will uns begegnen. Uwe Lal, der Musiker für Kinder, singt in einem seiner Lieder: "Gott ist groß, unfassbar groß und macht sich doch so klein. Als Kind kam er in unsre Welt, um uns ganz nah zu sein..." "Das Licht kommt" - vielleicht ja auch ein wenig durch uns selbst. Zeigen wir anderen Menschen, dass auch sie neu anfangen können zu hoffen, dass sich ihre Situation wieder zum Guten wendet; vielleicht auch ganz anders als erwartet, allerdings viel passender. Denn: das Licht kommt zu uns und wird sich in den kommenden Wochen immer mehr vergrößern... Haben Sie einen schönen ersten Advent!

Ihre  Sabine Placke