In Altenvoerde wurde die Martin-Luther-Kirche für ein paar Stunden wieder zu einem besonderen Ort der Begegnung: Beim “Gasthaus Altenvoerde” kamen am 12. April viele Menschen zusammen, um gemeinsam zu essen, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Kirchenraum einmal in ganz anderer Weise zu erleben. Es war bereits das zweite Mal, dass ein engagiertes Team die Kirche in ein temporäres Gasthaus verwandelte.
Wer an diesem Nachmittag die Kirche betrat, sah keinen Raum für einen gewöhnlichen Gemeindetermin. Weiß gedeckte Tische, rote Akzente, Blumen, Kerzen und liebevoll gestaltete Menükarten prägten das Bild. Das Licht im Altarraum setzte zusätzliche Akzente. Die Kirche blieb Kirche und wirkte doch zugleich wie ein festlicher Speisesaal. Gerade diese ungewöhnliche Verbindung machte den Reiz des Nachmittags aus.
Eröffnet wurde das Gasthaus mit einem geistlichen Wort von Pfarrer Becker. Danach nahm der Nachmittag seinen ruhigen, gastlichen Lauf. Kirchenmusiker Bernhard Isenberg begleitete das Geschehen am Piano mit dezenter Hintergrundmusik. So entstand eine Atmosphäre, in der Essen, Gespräch und Kirchenraum auf stimmige Weise zusammenfanden.
Vieles an diesem Nachmittag war sichtbar sorgfältig vorbereitet. André Hagemeier setzte den Kirchenraum mit Licht in Szene. Für die Dekoration der Tische sorgte Küsterin Irmgard Bau, die mit eigenen Ideen und handgemachten Details dem Raum eine persönliche Note gab. Auf den Fotos wird deutlich, wie viel Liebe zum Detail in der Vorbereitung steckte: vom gedeckten Tisch bis zu den selbst gestalteten Elementen für die Tischdekoration.
Auch kulinarisch hatte das Team einiges vorbereitet. Serviert wurde ein dreigängiges Menü mit fernöstlicher Note. Auf der Menükarte standen Peking-Suppe, Nasi-Goreng und Obstsalat, dazu alkoholfreie Getränke, Wasser und Apfelsaft. Dass das Essen bei den Gästen gut ankam, wurde an den Rückmeldungen deutlich. Auch eine vegetarische Variante war im Angebot.
Hinter den Kulissen war ein eingespieltes Team im Einsatz. Das Kochteam um Gunhild Koewitz sowie Udo und André Hagemeier hatte während des Nachmittags alle Hände voll zu tun, damit Suppe und Hauptgericht zügig und portionsgerecht serviert werden konnten. Hinzu kamen viele weitere Helferinnen und Helfer, die beim Aufbau, bei der Vorbereitung, im Service und beim Abbau mitwirkten. Gerade darin zeigt sich die eigentliche Stärke eines solchen Formats: Es lebt nicht allein von einer guten Idee, sondern von Menschen, die bereit sind, Zeit, Fantasie und Arbeit einzubringen.
Das “Gasthaus Altenvoerde” ist damit mehr als eine nette Aktion im Gemeindekalender. Es öffnet einen vertrauten Kirchenraum neu, schafft Gemeinschaft an gedeckten Tischen und zeigt, dass Gastfreundschaft selbst eine Form kirchlichen Lebens sein kann. Wo miteinander gegessen, geredet und aufmerksam füreinander gesorgt wird, entsteht etwas von dem, was Gemeinde im besten Sinn ausmacht.
Eine Fortsetzung ist bereits geplant: Das nächste “Gasthaus Altenvoerde” findet am Sonntag, 21. Juni, ab 17 Uhr in der Martin-Luther-Kirche statt. Die Anmeldung ist über das Gemeindebüro möglich.
